Das Schönste für einen Züchter ist, wenn bei der Geburt mit Mutter und Kind alles gut geht. Anschließend kommt die große Frage: muss man das Fohlen selbst aufziehen, zur Aufzucht in eine gute Aufzuchtstätte geben oder finden sich die „FürimmerMenschen“ die das Fohlen kaufen….
Die Anfangsprobleme mit sieben Tage zu früh und im Bauch der Mutter zu viel an Fruchtwasser, haben wir mit Herzklopfen und Zittern, dank der Tierärztlichen Ambulanz Rattenhuber gut hinbekommen. Wir hatten natürlich Angst, Herbstkönigin könnte bereits am Tag 300 abfohlen, da ab diesem Tag ständig die Milch gelaufen ist. In dieser Phase der Trächtigkeit hätte das den sicheren Tod des Fohlens bedeutet. Doch es wäre nicht meine, doch schon erfahrene „Mutti“ – sie konnte es bis Tag 328 hinauszögern.
Herbstkämpfer S hat sich, ob auch der Muttermilch im Überfluss, zu einem kräftigen, selbstbewussten Hengstfohlen entwickelt. Auch vom Interieur her, ist er ein kleiner, lustiger Kerl geworden, fast ein richtiger Pumuckel, dem immer wieder neue Streiche einfallen. Zwischendurch ist seine Mutter schon etwas genervt von ihm, was er mit ihr mittlerweile so in der Box treibt. Sie genießt sichtlich die Ruhe wenn er schläft.


Auch auf der Weide ist er oft kaum zu bremsen. Schon heute macht er – falls es nicht zu heiß ist – sein eigenes Intervalltraining.
Bereits zu Anfang Juli entdeckte eine pferdebegeisterte Familie aus dem Ostallgäu den kleinen Kämpfer und verliebte sich in den jungen Mann. Fast alle in der Familie Pferde affin und der weibliche Part Vielseitigkeit und Springen reitend, findet er dort in ein paar Jahren sicherlich seine sportliche Verwendung.
Ich weiß heute schon, dass es feuchte Augen gibt, wenn er mich im Oktober in die Aufzucht verlässt, bin aber versichert, dass er auch dort allen zeigen wird, dass er kein Kind von Traurigkeit ist. Nomen est omen – seinen Namen hat er nicht umsonst.
